Dienstag, 5. Juni 2012

Ja, ich lebe noch

Also, als erstes muss ich mich wohl eine Entschuldigung für meine lange Abwesenheit loswerden. Irgendwie bin ich nicht dazu gekommen...

Bevor ich jetzt ewig erzähle, was ich de ganze letzte Zeit so gemacht habe, erzähl ich lieber ein paar kleine Anekdoten:

Gestern ist fast ein Gecko auf mich draufgefallen. Ich lag lang auf dem Sofa und habe auf die anderen gewartet, die zum Essen wiederkommen wollten. Als dann direkt neben und auf meinem Gescht etwas Mörtel landete, der bei genauerem Hinsehen von neben dem Deckenbalken kam, wunderte ich mich doch etwas. Denn wieso um alles in der Welt, sollte der Mörtel von der Wand fallen? Die Bewegung, die ich dann sah, war eindeutig. von oben plumpste ein Gecko genau auf mein Gesicht zu. Ihr könnt mir glauben, so schnell bin ich selten aufgestanden. Etwa eine halbe Sekunde später ist er dann auch wild zuckend auf dem Sofakissen gelandet, auf dem ich eben noch vor mich hingedöst habe. Da er da natürlich nicht bleiben konnte, wollte ich in vorsichtig rausgetragen. Im gleichen Moment klopfte es auch schon an der Tür, weil Donald zum Essen gekommen ist, er war etwas erschrocken, als ich ihn mit einem halbtoten Gecko in der Hand die Tür öffnete.

Am Freitag hatte ich noch eine Begegnung mit einem Skorpion im Labor. Die Bewegung aus dem Augenwinkel ließ mich zuerst auf einen großen Käfer oder eine Spinne schließen. Aber, da ich auch die nicht so angebracht finde, wenn sie neben meinen Füßen sitzen, dachte ich mir, ich entferne sie mal. Da sich das bis dato unidetifizierte Etwas hinter einem Abfallbehälter versteckte, hab ich den mal hochgenommen, um ihn samt Tier nach draußen zu tragen. Irritiert hat mich dann der stark gekrümmte Schwanz.
Meine Diagnose: Ein Skorpion!
Meine Reaktion: Abdilahy mitteilen "Tuna shida hapa!" (Wir haben hier ein Problem!) und gemessenen Schrittes das Labor verlassen.
Die freundliche Auffordung "Kill it" seinerseits habe ich gekonnt ignoriert. Sowas überlass ich dann doch lieber einem Kerl. Er hat das Tierchen dann mit einer Pinzette eingefangen und es in Alkohol ertränkt, bis es so hinüber war, dass es ruhig genug gehalten hat, damit wir es unterm Mikroskop genauer angucken können. Ein krasser Anblick.

Die Antwort, auf die Frage, wie gefährlich der nun war, war "Mbaya kabisa" (Sehr schlecht/schlimm). Weitere Fragen an Hilary ergaben, dass en Skorpion dieser Größe (immerhin knapp vier cm) unter Umständen tödlich ist, wenn er zum Beispiel in den Kopf sticht (wie auch immer er dahin kommen soll), oder in den rechten Arm, sodass das Gift recht schnell zum Herzen gelangt. Aber auf jeden Fall wäre ein Stich extrem schmerzhaft und würde einen für längere Zeit außer Gefecht setzen.
Glücklicherweise ist ja nix passiert.

Außerdem war haben wir gestern versucht zu lernen, wie man hier tanzt. Die Schrittfolgen zu eineigen Tänzen sind zwar manchmal etwas komisch, aber an sich nicht so kompliziert, dass man sie nicht lernen könnte. Wesentlich mehr überfordert hat dahingegen das kreisen mit der Hüfte. Jetzt wird sich mancher vielleicht denken, was soll den daran so kompliziert sein. Ja, kreisen kann ich die Hüfte auch, aber nur in horizantale Richtung. Habt ihr schon  mal versucht, das ganze auf vertikale Weise zu bewegen. Ich sage euch, das sieht A unglaublich abgefahren aus und ist B auch noch sau schwierig! Und gezeigt hat uns dass nicht etwa Sophia, die gestern wiedergekommen ist, sondern erst Hilary und danach Bruno. Bruno musste nämlich erst noch seinen Gürtel holen, weil das ohne nicht geht. Die beiden kamen sich auch nur unwesentlich veräppelt vor, als wir sie etwa 20 Mal aufgefordert haben, dass nochmal zu wiederholen.
Angeblich hab ch ja den Bogen raus, ich bin mir aber da nicht so sicher. Wenn ichs kann, werde ich es aber präsentieren!

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